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Schmuck - Silber

 

Silber (lateinischem Begriff "argentum")

 

Der Name Silber ist von dem gemeingermanischen Begriff *silubra- abgeleitet. Silber wird von Menschen etwa seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. verarbeitet. Es wurde zum Beispiel von den Assyrern, den Goten, den Griechen, den Römern, den Ägyptern und den Germanen benutzt. Zeitweise galt es als wertvoller als Gold. Das Silber stammte meistens aus den Minen in Laurion, die etwa 50 Kilometer südlich von Athen lagen. Bei den alten Ägyptern war Silber als Mondmetall bekannt.

 

Silber gilt in vielen Märchen und Sagen als das einzige Metall, das in der Lage ist, Werwölfe und andere mythologische Wesen zu töten, was auch in modernen Fantasy-Romanen und Filmen häufig aufgegriffen wird.

 

Silber ist ein Schmuckmetall von zeitlosem Wert. Es ist neben Gold und Edelsteinen (z. B. Diamanten) ein wichtiges Material für die Herstellung von Schmuck und wird seit Jahrhunderten für erlesenes und wertbeständiges Essbesteck (Tafelsilber) und Sakrales Gerät verwendet. Bei Schmuck, Gerät und Barren kann der Silbergehalt, sofern angegeben, anhand des Feingehaltstempels abgelesen werden.

Legierungen

 

Die wichtigsten Silberlegierungen sind heute Kupfer-Silber-Legierungen. Sie werden meist nach ihrem Feingehalt an Silber, angegeben in Tausendstel, bezeichnet.

 

Silber wird in verschiedenen Legierungen sind strapazierfähiger und elastischer. Die gebräuchlichsten Legierungen in der Schmuckverarbeitung sind:

 

• 935/000 = heute oftmals verwendete Legierung für Korpuswaren

 

• 925/000 = umgangssprachlich „Sterlingsilber"

 

• 835/000 = bis zu den 80-ziger Jahren gebräuchliche deutsche Schmucklegierung

 

• 800/000 = im Deutschland früher übliche Legierung für Bestecke und Korpuswaren

 

• Tulasilber = Eine im Mittelalter für die Verzierung von Kunstwerken verwendete, schwarze Silberlegierung aus Silber, Kupfer, Blei und Schwefel.

 

Warum wird Silberschmuck schwarz?

 

Silber geht vor allem mit Schwefel und Sauerstoff eine Verbindung ein. Dies kann durch Kontakt mit Hautschweiß, schwefelhaltigen Kosmetika, schwefeligen Badewässern oder Ähnlichem geschehen. Es entsteht Silbersulfid = Ag2S. Diese Verbindung ist von allen Silbersalzen am schwersten wasserlöslich. Es ist schwarz und entsteht direkt aus den Elementen oder durch Versetzen silberhaltigen Lösungen mit Schwefelwasserstoff. Wenn Silberbesteck oder Silberschmuck anläuft, besteht der dunkle Überzug ebenfalls aus Silbersulfid.

 

Die wichtigsten Silbervorkommen befinden sich in Nordamerika (Mexiko, den USA und Kanada) und in Südamerika (Peru, Bolivien). Mit rund 30 % der globalen Förderung war Peru 2009 der weltweit größte Silberproduzent.[21] Im Jahr 2011 förderte Mexiko mit 4500 t weltweit das meiste Silber. China konnte seine Produktion in den letzten 3 Jahren um mehr als 50 % steigern.